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»Die Troika der kulturellen Elite hat sich versammelt, um eine massive Lyrikübernahme bekannt zu geben: kreditgestützte und ungedeckte Gedichte, Poesie-Derivate, säumige und Subprime-Gedichte werden durch den größten Lyrik-Rettungsschirm seit der viktorianischen Epoche aus dem Umlauf genommen. Es ist unsere Überzeugung, dass dies ein umfassender und richtiger Plan ist, um den Druck von unseren literarischen Institutionen und Märkten zu nehmen.« (Charles Bernstein)

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Philipp Stadelmaier

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Lyrik-Rettungsschirm wird Vertrauen der Leser wiederherstellen

Charles Bernstein liest an der »New School for Social Research« in New York, im Rahmen eines Marketing-Events anlässlich des Erscheinens von The Best American Poetry 2008.


S=P=R=A=C=H=E?

Von 1978 bis 1981 gaben Bruce Andrews und Charles Bernstein in NYC ein dezidiert avantgardistisches oder spätmodernistisches Magazin für Poetik mit dem paradigmatischen Titel L=A=N=G=U=A=G=E heraus. Zwei Essays aus einem der wichtigsten zeitgenössischen Foren einer radikalen & kritischen Poetologie.


Charles Bernstein in Berlin

Video-Mitschnitte der Lesung von Charles Bernstein und seinen deutschen Übersetzern in der Lettrétage, Berlin.


Erste dummkopfelegie

»Ja, die Frühten dich wohl. Es muteteche / Ster zu, das spüest. Es hob / sie Woge heran im Vergoder / da du vorübnster, / gige sich hirwar Auftrag. / Aber bewu’s?«
Von Norbert Lange


Voll Verdienst

»Man hat Papiere, / im Himmel stimmts, wenn und wenn. / Sonst glaube man das Gleichheitszeichen / und setze überall Uhuru Uhuru, / besonders vor ein gebacken / Ishtar-Tor.« — Gedichte von Friedrich Hölderlin, J. H. Prynne und Hans Thill.


schöner leben 7

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»Äußerlich auf dem Damm, / aber verkorkst im Innern« übersetzt Marcus Ingendaay eine »Kapitelüberschrift« in der total verbauten Cowboy-Mär John Billy von David Foster Wallace. Martin Schüttler funktionalisiert das nicht nur als Untertitel für sein Stück für Saxophon mit Fußkeyboard, Kopfhörer, Verstärkung und Zuspielungen schöner leben 7 (»Äußerlich auf dem Damm, aber verkorkst im Innern« – D.F.W.) um. [Mara Genschel]


Etwas aus Worten, aus anderen / nicht

Was ist ein Gedicht? – Etwas aus Worten, aus anderen / nicht, biete ich manchmal an, oder den Standardsatz, daß jedes Gedicht seine eigene Poetik habe, was beides der Frage ausweicht, ungewiß, von wem oder wie sie überhaupt zu beantworten wäre. Keine zwei Dichterinnen, keine zwei Dichter arbeiten doch mit genau denselben Antrieben, Referenzen, Versuchsanordnungen. – Von Brigitte Oleschinski


Ausweißen, Einschreiben

Mehr als 150 Jahre nach der Veröffentlichung der Sonnets from the Portuguese beginnen Christian Hawkey und ich eine doppelte Zusammenarbeit an der zweisprachigen Inselausgabe der Sonette aus dem Portugiesischen, die jetzt Sonne From Ort heißt. Im Titel verschmelzen Capri, Rilke und die beiden Ausgangssprachen, selbst Elizabeths London ist im Echo der Os noch enthalten. – Von Uljana Wolf


in unseren theoretischen Behausungen

»Wir sprechen von hier aus / in unseren theoretischen Behausungen / auferlegte Laboratorien der Strenge.« – Frances Kruk, übersetzt von Swantje Lichtenstein


ästhetische praxis

»ist dauerhafte brustwarzenentfern / ungh garantiert schmerzfrei / bei 100% kundenzufriedenheit« – Gedichte von Dennis Büscher-Ulbrich


als visionguest hans arp

»was kostet ein oh-gedicht// fragt mich ständig die entropie// mit oder
ohne zimt// it costs postspäter gesagt// eine zerzauste arpade// oder
einen futur-zimt to go//« – Gedichte von Tibor Schneider



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KARAWA.NET ERSCHEINT EIN MAL IM JAHR / ISSN 2192-1954


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