# 003/ Leichte Geografie


Falsche Steppe

Paz Levinson

 

Dass nicht alles ein Nebel sei

konzentrieren, schreiben
ein paar Episoden erzählen
weil das eigene Leben einzig ist.
Meine Kindheit im Süden des Landes, zum Beispiel,
unterschied mich von den Menschen der Stadt
diese einfache Strategie nutzte
ich als Visitenkarte.

Einmal schrieb ich: das letzte Mal als ich von dort wegging
waren die Blumen gefroren,
kaum fängt der Frühling an, verlängert sich der Winter
zwei Liebhabern gleich die sich einmal im Jahr sehen.
Und dieser Satz heißt nicht viel mehr als dass
etwas passiert, dazwischen passiert etwas,
und jetzt habe ich keine Landschaft,
oder werde ich sagen Ich habe keinen Ort?
In der Zwischenzeit folgen die Jahreszeiten ihrem Lauf
und verstehen einander besser als die Menschen.

Am morgen kann ein Nebel auftauchen,
aber nachmittags soll bitte die Sonne verschwinden.



Pilars Mutter war besessen vom Garten

und mit der Zeit hat meine Mutter sich angesteckt
nicht weil sie Freundinnen gewesen wären
sondern weil sie weniger Arbeit außer Haus hatte.
Diese Frauen starren nicht nur Stunden aus dem Fenster
sondern an den Kältetagen
bearbeiten sie weiter die Erde,
eine Blume hier,
ein Schnitt dort,
Beikräuter, die plötzlich hervorkommen
und die manchmal gelassen werden damit sie Wasser und Licht absorbieren
und im Winter werden sie rausgerissen damit der Boden den Frost mildert.
Der Frühlingsschnee fällt ein
in große Gärten,
in kleine Gärten
auf der Höhe
auf die Kilometer
die Frühlingsfroste
gefrieren die Blumen und ohne Blumen gibt es keine Frucht,
das bedeutet wenig Holunder-, Sauerkirsch-, Kirsch-
marmeladenproduktion.
Pilars Mutter und meine Mutter entwickelten
viel Geschick darin von den Jahreszeiten zu sprechen
»dieser Winter zieht sich, der Frühling kommt schon
und die Schneestürme dauern an, ob dieser der der Tulpen ist?«
aber es ist Dezember und der Berg ist eingeschneit
die Kiefern sind weiß.
Der Garten taut langsam auf, die Fenster getrübt
der Geruch der Pflanzen und die intakten Farben darunter.



Mitte Oktober können sie sich ausruhen

es ist Zeit für die Photos die uns unsre Mutter schickt
aus allen Ecken des Gartens
Vergissmeinnicht und Stockmalven,
Rosen, Rhododendron, Holunder, Kirschbäume, Ginster
NEIN
meine Mutter hat keinen Ginster im Garten
die Ginstersträuche wachsen am lichten Weg nach Llao Llao.




Mein Vater kam in Mendoza zur Welt und seine Jugendphotos sind unwirklich

eins zeigt ihn tanzend in der Innenstadt
das Haar mit Gel nach hinten wie ein Dandy
ein andres beim Springreiten
und ein andres auf einem Schiff nach Europa, ohne Hemd,
beim Tauffest.
Er strebte immer nach Geld
Aber Bestrebungen sind wie die Wolken
Manchmal herrlich, viele Formen, schnell können sie weiterziehen,
oder in einem Gewitter enden.

Nie schloss er die Schule ab
und er lebt schon seit 37 Jahren
in einer Stadt wie Bariloche, mit Bestrebungen
das einzig Sichere ist dass mein Vater der König der Unzufriedenheit ist
und ich bin die Prinzessin
sein Lieblingsziel ist das Klima
was für ein verdammtes Klima, ich hab die Kälte satt.
Er hat eine Theorie, dass der Wind Dich verrückt macht
er sagt dass er durchs Ohr kommt und einen Wirbelstrom im Hirn entfacht

Ich sehe gerne russische Filme, polnische, aus der Ukraine
weil ich etwas Familiäres finde im Dekor der Häuser, dem Brennholzgeruch
den Öfen, dem grauen Himmel, der Steppe.
Ich erkenne mich mehr in diesen Filmen wieder als in den andren.
Mein Vater hingegen liebt das Hollywoodkino,
tausendmal sahen wir Casablanca,
oder Fred Astaire und Gene Kelly beim Tanzen
und Chaplin. Er lachte darüber oder über Don Quijote
ich erinnere mich, dass es bis ins Zimmer drang
ich dachte er weine und tatsächlich,
er weinte, aber vor Lachen.

Ich weiß nicht wie es ihn nicht erschöpft vom Klima zu reden.
Ich weiß nicht wie es mich nicht erschöpft vom Klima zu reden.
Jede Woche rufe ich meinen Vater an und frage
wie ist das Wetter? Und alles was er antwortet ist
es ist kalt, es hat gefroren, aber es ist ein sehr sonniger Tag
das heißt er fühlt sich einsam,
der Sonntag neigt sich dem Ende zu
und er hat neue Hoffnungen für den Montag.



Wie sind sie bis hierher gekommen?

In den Ferien haben sie sich kennengelernt am Strand in Nahuel
sie zogen um, mieteten eine Hütte,
die sie ausbauten sowie sie Kinder kriegten.
Meine Mutter dachte immer an die Anstrengung
daran dass man nichts viel genießen soll
also war das Leben an einem ländlichen Ort gut
man musste Holz fürs Feuer suchen (Anstrengung)
den Ofen anmachen (Genuss)
das Auto unterm Baum lassen damit es nicht einfriert (Notwendigkeit)
früh rausgehen mit dem Wasserkessel und es auf die Scheiben gießen (idem)
dass der Renault 4 anspringe, dass er anspringe (Wunsch)
die Schuhe ausziehen bevor man in die Wohnung geht (Forderung/Notwendigkeit)
die Stoffwindeln waschen (es wurde nicht gedacht dass dies eine Anstrengung sei),
am laufenden Band ohne Strom sein (Kerzen sind auch was Schönes)
und Hoffnungen hegen, viele Hoffnungen.
Zuerst kaufte Papa Wolle und Felle
von den Einheimischen, er war immer findig und kundig
dann eröffnete er ein Pelzgeschäft,
und kaufte einige Jahre später ein Landgut.
Der Schneefall sieht leicht aus und weiß, inoffensiv
doch so trocken und fein,
in einigen Stunden
kann er alles eindecken.




Ich wurde am Tag des Santa-Rosa-Sturms geboren

einerseits hat das alles bestimmt, erstens weil sie mich María Paz Rosa
nennen sollten und zweitens weil es mitten im Winter war und es schneite.
Es war 19 Tage nach dem Tod des Bruders meiner Mutter
einen Monat nach der WM
sie erinnert sich an nichts, ich wurde einfach geboren
es war in einer überfüllten Klinik,
sie musste im letzten Stock warten
und sie brachten sie runter, damit ich auf die Welt komme.
Meine Geschwister machten sich immer darüber lustig
aber ich habe nicht darunter gelitten weil ich verstehe
dass ein sehr trauriger Mensch
zu allem fähig ist:
einen unpassenden Brief verschicken,
einen Rucksack voller wichtiger Dinge im Bus vergessen
oder ein Kind kriegen und sich an nichts erinnern.




Ein Kaninchen mit Musik drin, die Schnur am Rücken

ich war das Mädchen vom Block mit dem Stoffkaninchen
meine mütterlichen Großeltern hatten es mir geschnenkt
die Schnur hatte ein Z, die Schnur wiederholte sich in verschiedenen Spielzeugen
zum Beispiel in einer rosa Schachtel mit Spieglein und Musik, dieselbe Schnur
lenkte besondere Aufmerksamkeit auf fremde Spielzeuge
auf der Suche nach dieser Übereinstimmung, diesem Z: einer meiner Buchstaben, der letzte,
der wichtigste!! und außerdem macht Snoopi beim Schlafen Z Z Z
und dann sah ich dass Zorro eben denselben Buchstaben zeichnet
und gestern las ich etwas unglaubliches
einen Haufen Namen mit Z
Zweigelt, Zeta, Zeus, Zenit, Zefir!!
Meine Mutter sagte vor dem Schlafengehen
das ist die Musik von Dr. Zhivago (auch mit Z!!!) und ich dachte das sei ein Arzt,
ein Arzt der, außer Leute zu heilen, noch Komponist war.



An den Geburtstagen, von denen ich nur Photos kenne

weil ich NICHTS erinnere, ließ uns meine Mutter
im Kreis sitzen und erzählte uns irgendeine Tiergeschichte
wie die von der Häsin
die von der Tarnung sprach und ich wusste dass es die Natur ist
die Polarhäsin ändert ihre Farbe im Laufe des Jahres:
graubraun im Frühling und Sommer,
grau im Herbst
und weiß sehr weiß im Winter,
die Häsinnen sind Einzelgängerinnen und haben keine Angst einsam zu sein.
Einmal brachte mein Vater eine mit und ich verstand das mit dem Einzelgängertum
kaum öffnete sich die Schachtel
schoss die graubraune, graue, weiße Häsin Richtung See
und die Zusammenkunft dauerte weniger als fünf Minuten.




Blumen. Ein Frühling vor zwanzig Jahren, zum Beispiel

Unterricht bei Grace im Garten ihres Hauses
Grace war die Frau vom Schuldirektor
sehr rein, die Haut ohne Falten, sehr weiß
extremistische Protestantin, für sie waren Los Beatles satanistisch.
Wir lasen diesen Nachmittag und weitere andere im Schatten des Flieders
es gab auch, weiter unten, einen Teich in dem der Frosch
(man weiß was mit dem Frosch passiert
aber welches war das Buch?, wie hieß dieses Märchen?
Ich kann mich an alles erinnern außer an das Gerüst der Geschichte
der Frosch, der Prinz, der Flieder). Ich ging nach Hause und malte
den voranschreitenden Frühling, er streute.




Ich bin nie nachts in einem See geschwommen weil

     1. er sehr kalt sein kann
     2. er sehr tief sein kann
     3. er sehr dunkel sein kann

oder ausnahmsweise NICHT
WIE der Lago Escondido
Ist das der Geburtsfluch von dem man spricht?

Als wir den See berührten knitterte die Oberfläche wie ein riesiger Stoff,
wir genossen diese Landschaft die immer da ist
um gesehen, aber selten um genutzt zu werden. Den Körper im Wasser nassmachen
den Kopf eintauchen (welche Angst!) die Augen schließen (mehr Angst!) alles ist schwarz.
Aber ach so nein, das wirklich nicht,
ich hasse es die Augen unter Wasser zu schließen
ich will das Schlimmste sehen! Und das Schrecklichste
was ich sah

und das Allerschrecklichste was ich sah
das sah ich im Nahuel Huapi.




Die Vögel scheinen voneinander getrennt

Doch es einen sie die Jahreszeiten und sie passen aufeinander auf im Winter
indem sie sich sagen wo es Futter gibt, sie stecken den Schnabel in den Schnee
essen etwas, schütteln den Staub aus den Federn
den Schnee von den Füßen und wieder fliegen sie fort.
Das ist genau das was ich mir vorstellte
was ich Dir heute im Bett liegend sagte
ich will alles von Null anfangen
Aber – aber warum rede ich als wäre ich in Russland
wo ich doch in einer falschen Steppe lebe?
Mit einem Wald im Geist. Wo Gebäude sind sehe ich Bäume.
In warmen Städten wie dieser schneit es alle hundert Jahre mal
es lässt sich nicht schreiben von Schnee, Bäumen, Erde.




Alle sind Schuld, die Landschaft, die Landschaft und meine Mutter

beharrlich schickt sie uns Photos vom See
der glattgebügelte See, still
und um das Photo zu schießen stellt sie sich immer an dieselbe Stelle
Welche Faszination wiederholt sich?

Das Seewasser fließt nicht

es kommt

es kommt mit dem Wind

ohne

Wind

ist es ein Spiegel

der da ist

nicht kommt, der Fluss

higegen fließt immer.

Das ist der See, derselbe See

wiederholt sich

wie die Photos sich wiederholen.




MEINE NOTIZEN

Ich habe mir das Notizheft am Kiosk gekauft
ich wählte eines mit Kiefern darauf, einem gefrorenen Fluss
es ist die Steppe und auf dem Umschlag weiße Buchstaben die sagen

Winter        invierno      blanco    White        Naturaleza
         Liverg          trees         snow     neige

Das ist eine Landschaft?

Ich bin nicht die einzige
ich habe Beweise zu meiner Verteidigung
zum Beispiel hat mir jemand geschrieben

hier schneit es zum ersten Mal diesen Winter,
nie werde ich ihn hassen können, den Schnee
so sehr ich es mir auch vornehme, er ist zu schön

und eine andere Person wieder das:

heute Nachmittag hat es etwas auf den Garten geschneit
und trotzdem
der Frühling ist völlig entfesselt,
die Clematis schießt übers Dach hinaus,
überall blüht der Ginster,
die Tulpen sind schon verblüht und es kommen die Rosen.
Heut gibt es Eisregen hier und Schnee auf den Bergen!
Es ist wirklich Winter.
Und das Letzte für heute:

okay, ich fang schon wieder
mit den Photos meines Gartens an, habt Geduld mit mir!
Heute hat es geschneit, »der der Tulpen« sagt man hier …
Der späteste Schnee
doch den Pflanzen hat er nichts getan,
sie sind sehr kräftig.




Die Schule der englischen Immigranten

Es gab einen anderen Lehrer, Mr. Shaw, Biologe,
er nahm uns mit die ölverschmierten Pinguine zu sehen
zeigte uns wie man sie säubert
die die sie säuberten waren alles Briten
er sagte uns: die Vögel sind eine Botschaft der beiden Zustände
zwischen dem Himmel und der Erde, im Himmel um von einem Ort zum andren zu gelangen
auf der Erde um zu essen, sie schlafen in den Bäumen
suchen sich Äste aus, die Rinde, der geeignetste Ort um Botschaften festzuhalten.
Auch wir stiegen auf Bäume, manche schwierig
und wir endeten alle verletzt,
die Hände voller Harz, verklebt
doch es war eine Tätigkeit, etwas zu tun für den Nachmittag
nach der Schule ohne die Uniform auszuziehen, Hochklettern.
Und eines Tages eine typische Horrorfilmszene
Mariana, Marianita, fiel einem sehr hohen Baum und ich sah sie fallen,
fühlte wie sie aufschlug, erschreckte und dachte das Schlimmste.
Nach der Stille das Wimmern.




Eiskristalle, von Wilson studiert

Die Stalaktiten im Winter hängen
wenn es sehr kalt ist tropfen sie nicht
sind durchsichtig nachts, tags leuchten sie.

Du bist unsichtbar, meldet der Kasten im Chat
Sichtbarmachen sagt die andre Option.

Manchmal sind sie so lang dass sie den
Boden mit den Dächern verbinden.

Einmal schlitterten wir auf dem Eis
der Geisterlagune am Kilometer 14,
das Eis machte unsere Körper steif, verschiedene Farben:
weiß das Gesicht, die Hände rot, die Lippen lila,
wie als ich in einer anderen Lagune versank, »Das Kleeblatt«
und sie mich von unten hochholten.

In der Innenstadt gabs einen Schwan, geschnitzt aus Eis
er schmolz nicht weil es kalt war
und die Kinder spielten dass sie rauchen und hauchten Atemdampf aus.
Eines Tages fiel Eis wie Steine herab
es war ein Hitzetag in der Stadt,
Du nahmst einen Stein und behieltest ihn als Talisman.




Nach einer Party

eine kalte Nacht
ein russischer Taxifahrer brachte mich heim
es ist sehr heiß hier drin sagte ich
ich komme aus Sibirien, antwortete er
und ist Ihnen nicht heiß?, das ist doch keine Kälte für Sie!
In Sibirien minus dreißig, minus dreißig
ich heiße Roman/Pomah, spreche 5 Sprachen
fahre dieses Taxi, lebe mit meiner Frau und mit meinem Sohn
und er sprach weiter aber es war schon alles durcheinander,
in meinem Kopf, in Roman, in den Blocks
auf dem Klo der Party, in meinem Kopf, in meinem Kopf,
auf dem Klo der Party
tu nicht was Du nicht Dein ganzes Leben lang tun willst
tu nicht was Du nicht Dein ganzes Leben lang tun willst
ich kann nicht nicht tun was ich nicht mein ganzes Leben lang tun will
ich kann nicht

Romans kantiges Gesicht,
das Fünfuhrmorgenlicht.




Die Musik dieser Länder

Polen, Ungarn, Tschechoslovakei
die Landschaft und diese osteuropäische Herkunft
die Trauben die hängen auf den östlichen Feldern
ländliche Gebiete, Steppen und ein Wald in dem es nachts
zwischen Land und Land schneit und es gibt einen sehr dichten Wald
der Bus fährt den Schneemassen zum Trotz
um vier Uhr morgens gibt es Leute die verkaufen
man weiß nicht was sie verkaufen so früh in der Dunkelheit,
ein paar kleine Lichter und schon sind sie da am Rande der Landstraße.

»La Alpina« ist ein Haus mit geschlossenen Läden
mit Trappen und Weißhalsibissen im Garten
auf dem riesen Zweihektargelände.
Die Ibisse sind drei, polygam und fliegen nicht viel,
sie sind den ganzen Tag dort, entfernen sich nicht vom Gelände doch, manchmal,
überqueren sie es und wir sehen sie nicht wieder bis es dämmert.
Die Trappe trägt den Schnabel kurz, weit, nicht viel
ein bisschen braun. Hier steht: es ist der Nationalvogel Ungarns.

In Ungarn, an den Ufern des Bodrog, der Tisza, lässt der Morgennebel
die Weintrauben faulen die fast vertrocknet hängen
angestochen von einem sehr seltsamen Filament dass zu
Wasserverdunstung hervorruft, Steigerung des Zuckergehalts, Säure,
Fäulnis die seit Jahrhunderten die Alten mit den hornhäutigen Händen sammeln.




Woher kommt Dein Nachname?

Ein Holunderbaum blühend im Sommer.
Der Gedanke ist folgender: mit dem Pickup die Landstraße entlang,
blühende Holunderbäume ausmachen um Saft zu machen,
süß, duftend, einen Sirup.
Wir finden ein Haus mit dem größten verlassenen Garten den ich je gesehen habe,
auch den Versuch zu wissen was der Andere denkt
und ein Gefühl: «diese Geschichte wiederholt sich, die langen Tage
ermüden vor sovielen schönen Tagen. Der Strand ermüdet die Felsen, die Wiesen».
Der Wald hat uns geschützt vor dem Sommer und der Stille, vor der Perversion des     [Sommers.
Ein Wiedersehen wie eine Bedrohung. Als wir einen Zweig erlangten
fielen tausende weißer Blüten wie verkehrte Seifenblasen
und leuchteten in der Luft unseres gefälschten Abenteuers.
Ein schwarzer Hund näherte sich aus dem Schatten, erschreckte mich
während er in Wirklichkeit spielen wollte.




Ich wusste nicht ob wegrennen oder mich nähern

nähere ich mich, erhitzt das Feuer das Gesicht sehr
wenn ich Berge besteige nähere ich mich der Sonne, entferne mich von daheim
die Kälte der Sommernacht ist ganz einfach da,
wir aßen schwarze Sauerkirschen, kleine, wie Hasenaugen
etwas, etwas war verschieden.
Zwei so verschiedene Landschaften, eine Landschaft um sich zu versorgen,
zum Beackern, eine Landschaft wie eine Postkarte der Arbeit, die Reben
prozudieren keine Trauben, sie sind zukünftiger Wein; die Kartoffeln, vielleicht Schnaps
dagegen lässt sich, in der falschen Steppe, die Landschaft nicht anfassen
oder man muss sie so wenig berühren wie möglich, sie intakt halten
wie ein organisches Kapital, die Diktatur des Schnees im Winter
der Wunsch nach vielen schönen Tagen im Sommer, wenn auch nicht zuvielen,
«sonst gehen die Touristen den ganzen Tag an den Strand und kaufen nichts.»




Nun sind es doch schon sieben Jahre, die in diesem Schuhkarton wohne

Die Rückkehr des Sommers, sie bleiben wieder alleine
das Verschiedene beunruhigt wie die Nacht auf der Landstraße
die Landstraße hat Kurven die sich auflösen

die Lagerfeuer lodern inmitten des Felds
        lodern für niemand
die Erinnerungen lodern in unserem Geist
        lodern für niemand
das Feld inmitten der Nacht durchqueren
        ohne erinnern zu können,
die Erinnerung des Körpers ist effektiver als die andere.
Auf der Landstraße lassen sich abstrakte Formen erkennen
es gibt leere Felder und in der Nähe verschwimmt die Steppe
wenn ich austteigen könnte und rennte käme ich
an keinen Ort, ein Fuchs versteckt sich
eine Häsin springt
ein weißer Kater bekommt glühende Augen.




Vielleicht sind wir die Vögel mit zwei Zuhausen

sie ziehen, fliegen zur anderen Seite
es ist unwichtig wo sie geboren sind, sie haben irgenwo in ihrem Körper
eine Stelle die zeigt, die anzeigt, die Herkunft.
Die Veränderung ist graduell, verlangt aber Anstrengung
viele Tage fliegen ohne Erholung
um nicht den Weg im Himmel zu verlieren, um sich nicht voneinander zu trennen.
Doch am Ende verlieren wir uns, immer wie Fremde
die gar keine Rolle vollständig verkörpern, vorangehend auf einem anderen Pfad.
Einmal fand ich, mitten im Feld
einen Flamingo, rosa, hochgewachsen; oder war ich so klein?
Als das Erinnerungsgefühl sich einstellt
frage ich mich, ob es nicht eine Erfindung mehr war
oder Bilder die sich rekonstruieren
anhand von Photos, fixen Bildern, die das fixieren
aber lähmen was man Erinnerung nennen könnte.
Gestern hast Du mich gefragt
wieviele Erinnerungen hast Du von der Kindheit? Fünftausend?
Mit Glück sind es tausend, nein, ich erinnere ich mich an nichts aber
die Episode des Flamingos taucht auf:
ich lief querfeldein, neben dem Zaun,
und da war er, aus dem Schatten ins Licht, der riesige Vogel, fremd, inmitten der Gräser.

 

 


Übersetzung: Léonce W. Lupette


 

 

Que no todo sea una neblina

concentrar, escribir
contar algunos episodios
porque la vida de uno es única.
Mi infancia en el sur del país, por ejemplo,
me distinguía de las personas de la ciudad
usaba esa estrategia simple
como carta de presentación.

Una vez escribí: la última vez que dejé el lugar
las flores estaban congeladas,
ni bien empieza la primavera, el invierno se alarga
como dos amantes encontrados una vez al año.
Y esta frase no quiere decir mucho más que
algo pasa, algo pasó en el medio,
y ahora no tengo paisaje,
o voy a decir ¿no tengo lugar?
Mientras tanto, las estaciones siguen su curso
y se entienden más que las personas.

Puede aparecer una neblina a la mañana, 
pero a la tarde que aparezca el sol por favor.



La mamá de Pilar era una obsesa del jardín

y con el tiempo mi mamá se contagió
no porque hayan sido amigas
sino porque tuvo menos trabajo fuera de casa.
Estas mujeres no sólo están horas mirando por la ventana
sino que los días de frío
siguen trabajando la tierra,
una flor acá
un corte allá,
yuyos que salen de repente
que a veces se dejan para que absorban agua y luz
y en invierno se sacan para que el suelo mitigue la helada.
Las nevadas de primavera caen
en jardines grandes,
en jardines chicos
en el alto
en los kilómetros
las heladas de primavera
hielan las flores y sin flores no hay frutos,
eso quiere decir poca producción de dulce
de sauco, de guindas, de cerezas.
La mamá de Pilar y mi mamá desarrollaron
mucha destreza para hablar de las estaciones
«este invierno  es larguero, la primavera ya viene
y las nevadas siguen, ¿será esta la de los tulipanes?»
pero es diciembre y el cerro esta nevado
los pinos están blancos.
El jardín se descongela lento, los vidrios empañados
el olor de las plantas y los colores intactos abajo.

A mediados de octubre pueden descansar

es hora de las fotos que nos manda mi mamá
De todos los rincones del jardín
nomeolvides y varitas de San José,
rosas, rododendro, sauco, ciruelos, retamas
NO
mi mamá no tiene retamas en el jardín
las retamas están en el camino luminoso a llao llao.



Mi papá nació en Mendoza y las fotos de joven son irreales

una lo muestra a él bailando en el centro
el pelo con gomina para atrás como un dandy
otra haciendo salto a caballo
y otra en un barco a Europa, sin camisa,
en la fiesta de bautismo.
Siempre tuvo aspiraciones de dinero
Pero las aspiraciones son como las nubes
A veces hermosas, muchas formas, pueden irse rápido
o desencadenar una tormenta.
Nunca terminó la secundaria
y ya lleva 37 años viviendo
en una ciudad como Bariloche, con aspiraciones
lo único cierto es que mi papá es el rey de la queja
y yo soy la princesa
su blanco preferido es el clima
qué clima maldito, estoy harto del frío.
Él tiene una teoría, que el viento te enloquece
dice que entra por la oreja y hace como un remolino en el cerebro

Me gusta mirar películas rusas, polacas, ucranianas
porque encuentro algo familiar en la decoración de las casas,  el olor a leña
las estufas, el cielo gris, la estepa.
Me reconozco más en esas películas que en las otras.  
En cambio mi papá ama el cine de Hollywood,
miles de veces vimos Casablanca,
o a Fred Astaire y Gene Kelly bailando
y a Chaplin. Él se reía con eso o con el Quijote de la Mancha
me acuerdo que iba hasta el cuarto
pensaba que estaba llorando y sí,
estaba llorando pero de risa.

No sé cómo no se cansa de hablar del clima.
No sé cómo no me canso de hablar del clima.
Cada semana llamo a mi papá y le pregunto
¿cómo esta el día? Y todo lo que me responde es
está frío, heló, pero es un día muy soleado
eso quiere decir que se siente solo,
ya se termina el domingo
y tiene las esperanzas renovadas para el lunes.



¿Cómo llegaron ellos hasta acá?

En vacaciones se conocieron en la playa del Nahuel
se mudaron, alquilaron un bungalow,
que agrandaban a medida que iban teniendo hijos.
Mi mamá siempre pensó en el esfuerzo
en que no hay que disfrutar mucho nada
entonces, la vida en un lugar campestre estaba bien
había que buscar leña para el fuego (esfuerzo)
prender la estufa (disfrute)
dejar el auto abajo del árbol para que no se congele (necesidad)
salir temprano con la pava en la mano y pasarle a los vidrios (idem)
que el Renault 4 arranque, que arranque (deseo)
sacarse los zapatos antes de entrar a la casa (exigencia /necesidad)
lavar los pañales de tela (no se pensaba que era un esfuerzo),
quedarse sin luz cada dos por tres (las velas también son lindas)
y tener esperanzas, muchas esperanzas.
Primero papá le compraba lana y cueros
a la gente del lugar, siempre fue un baqueano
después puso una peletería,
y unos años más tarde compró una chacra.
La nevisca parece ligera y blanca, inofensiva
pero por lo seca y fina,
después de unas horas
puede cubrirlo todo.



Nací el día de la tormenta de Santa Rosa
por un lado eso marcó todo, primero que me iban a poner
María Paz Rosa y después que nací en pleno invierno y nevaba.
Fue 19 días después de la muerte del hermano de mi mamá
un mes después del Mundial
ella no se acuerda nada, simplemente nací
fue a una clínica que estaba llena,
la pusieron a esperar en el último piso
y la bajaron para que naciera yo.
Mis hermanos siempre me cargaban por eso
pero yo no me resentí porque entiendo
que una persona que está muy triste
puede hacer cualquier cosa:
mandar un correo desubicado,
olvidarse una mochila con cosas importantes en el colectivo  
o tener un hijo y no acordarse de nada.



Un conejo que tenía música adentro, la cuerda en la espalda

yo era la nena de la cuadra que tenía el conejo de peluche
me lo habían regalado mis abuelos maternos
la cuerda tenía una Z, era una cuerda que se repetía en distintos juguetes
por ejemplo en una caja roja con un espejito y música, la misma cuerda
ponía especial atención en los juguetes ajenos
buscando esta coincidencia, esa Z: una de las letras de mi nombre, la última,
la más importante!! y además Snoopi cuando duerme hace Z Z Z
y después ví que El Zorro dibujaba esa misma letra
y ayer leí algo increíble
un montón de nombres con Z
Zweigelt, Zeta, Zeus, Zenit, Zefir!!
Mi mamá me decía antes de dormirme
es la música de Dr. Zhivago (también con Z!!!) y yo pensaba que era un médico,
un doctor que además de curar gente, era compositor.



En los cumpleaños, de los cuales sólo vi fotos

porque NO me acuerdo de nada, mi mamá
hacía una ronda y nos contaba alguna historia de animales
como de la liebre
que hablaba del camuflaje y lo sabia que es la naturaleza
la liebre polar varía su color en el año:
parda en primavera y verano,
gris en el otoño
y blanca muy blanca en invierno,
las liebres son solitarias y no tienen miedo a estar solas.
Una vez mi papá trajo una y entendí lo de solitarias
ni bien se abrió el cajón
la liebre parda, gris, blanca salió disparando para el lago
y el encuentro duró menos de cinco minutos.



Flores. Una primavera hace veinte años, por ejemplo

tuvimos clases con Grace en el jardín de su casa
Grace era la esposa del director del colegio
muy pura, la piel sin arrugas, muy blanca
protestante extremista, para ella Los Beatles eran satánicos.
Leímos esa tarde y otras más a la sombra del árbol de lilas
también había, más abajo, un estanque donde la rana
(ya sabemos qué pasa con la rana
pero ¿cuál era el libro? ¿cómo se llamaba ese cuento?
Puedo acordarme de todo menos el soporte de la historia
la rana, el príncipe, las lilas). Llegué a casa y dibujé
la primavera que avanzaba, se esparcía.


Nunca nadé en un lago de noche porque

     1.    puede ser muy frío
     2.    puede ser muy profundo
     3.    puede ser muy oscuro
o excepcionalmente NO
COMO el lago Escondido
¿Es ese el hechizo natal del que hablan?

Cuando tocamos el lago la superficie se arrugó como una tela gigante,
disfrutamos ese paisaje que siempre esta ahí
para verlo, pero pocas veces para usarlo. Mojar el cuerpo en el agua
hundir la cabeza (qué miedo!) cerrar los ojos (más miedo!) todo es negro.
Pero ah no, eso sí que no,
odio cerrar los ojos bajo el agua
quiero ver lo peor! Y lo más terrible
que vi

y lo más terrible que vi
lo vi en el Nahuel Huapi.



Los pájaros parecen separados unos de otros

pero los unen las estaciones y se cuidan entre ellos en el invierno
diciéndose dónde hay comida, meten el pico en la nieve
comen algo, se sacuden el polvo de las plumas
la nieve de las patas y vuelven a volar.
Esto es exactamente lo que imaginé
lo que te dije hoy tirada en la cama
quiero empezar todo de cero
pero … ¿por qué hablo como si estuviera en Rusia
cuando vivo en una falsa estepa?
Tengo un bosque en la mente. Donde hay edificios veo árboles.
En ciudades calurosas como ésta nieva cada cien años
no se puede estar escribiendo de nieve, árboles, tierra.



Todos tienen la culpa, el paisaje, el paisaje y mi madre

que nos manda insistentemente fotos del lago
el lago planchado, quieto
y para sacar la foto lo hace desde el mismo lugar
¿qué fascinación se repite?

El agua del lago no fluye

viene

viene cuando hay viento

si no hay

viento

es un espejo

que está ahí

no viene, en cambio

el río siempre fluye.

Esto es el lago, el mismo lago

se repite

como se repiten las fotos




MIS APUNTES

Me compré el cuaderno en un kiosko
elegí uno con pinos en la tapa, un río congelado
es la estepa y en la tapa letras blancas que dicen

Winter    invierno    blanco    White   naturaleza    

      Liverg         trees     snow      neige

¿Esto es un paisaje?

No soy la única
tengo pruebas para defenderme
por ejemplo, alguien me escribió

acá esta nevando por primera vez en este invierno,
nunca voy a poder odiar la nieve
por más que me lo proponga, es demasiado linda

y otra persona también esto:

esta tarde nevó un rato en el jardín
y a pesar de esto,
está la primavera totalmente desatada,
la clematis llega hasta más arriba del techo,
las retamas florecen por todos lados,
ya pasaron los tulipanes y están viniendo las rosas.
Hoy hay agua nieve acá y ¡nieve en la montaña!
Realmente estamos en invierno.
Y lo último por hoy:

bueno, ya empiezo otra vez
con las fotos de mi jardín, ¡ténganme paciencia!
Hoy nevó, «la de los tulipanes» dicen acá …
La nieve más tardía
pero a las plantas no les pasó nada,
están muy vigorosas.




El colegio de inmigrantes ingleses

Había otro profesor, Mr. Shaw, biólogo,
él nos llevó a ver los pingüinos empetrolados
nos mostró cómo los limpiaban
los que los limpiaban eran todos ingleses
nos decía: los pájaros son un mensaje de los dos estados
entre el cielo y la tierra, en el cielo para ir de un lado a otro
en la tierra para comer, duermen en los árboles
eligen las ramas, la corteza, el lugar más indicado para grabar mensajes.
Nosotros también subíamos a los árboles, algunos difíciles
y terminábamos todos lastimados,
las manos llenas de resina, pegoteadas
pero era una actividad, algo para hacer a la tarde
a la vuelta del colegio sin sacarse el uniforme, subir.
Y un día una típica escena de película de terror
Mariana, Marianita, se cayó de un árbol muy alto y la ví caer,
sentí cómo se golpeaba, me asusté y pensé lo peor.
Después del silencio el quejido.




Cristales de hielo estudiados por Wilson

Las estalactitas en el invierno cuelgan
cuando hace mucho frío no gotean
son transparentes de noche, de día brillan.

Vos estás invisible, informa el recuadro del chat
volverse visible dice la otra opción.

A veces son tan largas que unen al
suelo con los techos.

Una vez patinamos sobre el hielo
de la laguna fantasma en el km 14,
el hielo nos dejó el cuerpo firme, varios colores:
la cara blanca, las manos rojas, los labios morados,
como cuando me hundí en otra laguna, «El Trébol»
y me sacaron de abajo.

En el centro de la ciudad había un cisne tallado en hielo
no se derretía porque hacia frío
y los nenes jugaban a que fumaban tirando vapor por la boca.
Un día cayó hielo como piedras
era un día que hacía calor en la ciudad,
vos agarraste una piedra y la guardaste como un talismán.




Después de una fiesta

una noche fría
me llevó a casa un taxista ruso
hace mucho calor acá adentro -le dije
soy de la Siberia, contestó
y no tiene calor? esto no es frío para usted!
En la Siberia menos treinta, menos treinta
me llamo Roman/Pomah, hablo 5 idiomas
conduzco este taxi, vivimos con mi mujer y mi hijo
y siguió hablando pero ya estaba todo mezclado,
en mi cabeza, en Roman, en las cuadras
en el baño de la fiesta, en mi cabeza, en mi cabeza,
en el baño de la fiesta
no hagas lo que no quieras hacer toda tu vida
no hagas lo que no quieras hacer toda tu vida
no puedo no hacer lo que no quiero hacer toda mi vida
no puedo

la cara angulosa de Roman,
la luz de las cinco de la mañana.



 
La música de esos países

Polonia, Hungría, Checoslovaquia
el paisaje y esa estirpe de europeo del este
las uvas colgando en los campos del este
zonas rurales, estepas y un bosque donde a la noche
entre país y país nieva y hay un bosque muy tupido
el colectivo va a pesar de la cantidad de nieve
hay gente a las cuatro de la mañana vendiendo
no se sabe qué venden tan temprano en la oscuridad,
unas lucecitas y ya están ahí al borde de la ruta.

«La Alpina» es una casa de postigos cerrados 
con avutardas y bandurrias en el jardín
en el terreno enorme de dos hectáreas.
Las bandurrias son tres, polígamas y no vuelan mucho,
están ahí todo el día, no se alejan de la tierra pero, a veces,
cruzan el terreno y no las volvemos a ver hasta que oscurece.
La avutarda tiene el pico corto, ancho, no tanto
algo marrones. Acá dice: es el ave nacional de Hungría.

En Hungría, a orillas del Bodrog y el Tisza, la bruma de la mañana
pudre los racimos que cuelgan casi secos
pinchados por un filamento muy extraño que produce
evaporación de agua, incremento en azúcar, acidez,
podredumbre que hace siglos levantan las viejas de las manos cayosas.




¿De dónde viene tu apellido?

Un árbol de sauco florecido en verano.
La idea es esta: ir en camioneta por la ruta,
localizar árboles de sauco florecidos para hacer jugo,
dulce, perfumado, un almíbar.
Encontramos una casa con el jardín abandonado más grande que vi,
también el intento por saber qué piensa el otro
y un sentimiento: «esta historia se repite, los días largos
cansarse de tantos días lindos. La playa cansa  las rocas  los pastos».
El bosque nos protegió del verano y el silencio, de la perversión del verano.
Un reencuentro como una amenaza. Cuando alcanzábamos una rama,
miles de flores blancas caían como burbujas al revés
y brillaban en el aire de nuestra aventura trucha.
Un perro negro se acercó de la sombra y me asustó
cuando en verdad quería jugar.




No sabía si correr o acercarme

si me acerco, el fuego deja la cara muy caliente
si subo montañas me acerco al sol, me alejo de casa  
el frío de la noche de verano simplemente está,
comimos guindas negras y pequeñas como ojos de liebre
algo, algo estaba diferente.
Dos paisajes tan diferentes, un paisaje para abastecerse,
cultivar, un paisaje como una postal del trabajo, las vides
no producen uvas, son futuro vino; las papas, tal vez aguardiente
en cambio, en la falsa estepa, el paisaje no se puede tocar
o hay que tocarlo lo menos posible, mantenerlo intacto
como un capital orgánico, la dictadura de la nieve en invierno
el deseo de muchos días lindos en verano, aunque no tantos,
«sino los turistas se van todo el día a la playa y no compran».




Al final hace siete años que vivo en esta caja de zapatos

La vuelta del verano, ellos se quedan solos otra vez
lo diferente inquieta como la noche en la ruta
la ruta tiene curvas que se resuelven

las fogatas arden en el medio del campo
                 arden para nadie
los recuerdos arden en la mente
                 arden para nadie
cruzar el campo en el medio de la noche
                 sin poder recordar,
la memoria del cuerpo es más efectiva que la otra.
En la ruta se pueden reconocer formas abstractas
hay campos vacíos y cerca, se desvanece la estepa
si pudiera bajar y correr no llegaría
a ningún lado, un zorro se esconde
una liebre salta
un gato blanco se encandila.




Tal vez somos como los pájaros que tienen dos casas

migran, vuelan hacia el otro lado
no importa dónde nacieron, tienen en algún lugar de su cuerpo,
una marca que indica, que denuncia, el origen.
El cambio es gradual, pero demanda esfuerzo
muchos días volando sin descansar
para no perder la ruta en el cielo, para no desmembrarse.
Pero al final nos perdemos, siempre como extranjeros
sin encarnar totalmente ningún rol, avanzando por otra vereda.
Una vez encontré, en el medio del campo
un flamenco, rosado, alto ¿O era yo muy baja?
Cuando aparece la sensación de recordar
me pregunto si no será un invento más
o imágenes que se reconstruyen
a partir de fotos, imágenes fijas, que fijan
pero entorpecen lo que podría llamarse recuerdo.
Ayer me preguntaste
¿Cuántos recuerdos tenés de la infancia? ¿Cincomil?
Gracias que llego a mil, no, no me acuerdo de nada pero
el episodio del flamenco aparece:
caminaba campo traviesa, al lado del alambrado,
y ahí estaba, de la sombra a la luz, el pájaro gigante, ajeno, en medio de los pastos.



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KARAWA.NET ERSCHEINT EIN MAL IM JAHR / ISSN 2192-1954