# 001/ Hugo Ball


Kanese eines Textes

Der paraguayische Lyriker Jorge Kanese äußert sich in einem Brief über
Nähe und Unterschiede seines Schreibens zum Dadaismus und transformiert
ein Gedicht von Léonce W. Lupette.

Von: Jorge Canese

An: Léonce W. Lupette

11.01.2010 15:07

Betreff: RE: Huge Ball

Kerido le-onze2 palabra sobre HBpor si te gusta

Hugo Ball desde Paraguaymade-in-kanese

gracias x la invitaciónpokas palavras pokas líneaseso aprendí del dadaísmoque siempre me gustó e impactó más aún que el surrealismofenómeno poetíko que alteró las coordenadas de lo telúriko el formato de la poesíafue un movimiento básicamente franco-alemány como manejo mal o nada ambas lenguassolo he leído traduccioneso sea que en míse podría decir que la influencia fue más conceptual que sonorade todostodos los dadaístas desde luegoel que más me impresionó fue Tristán Tzarâel fonematismo de Ball(por lo visto el alemán se presta más y mejorque el inglés, el francés, el español o el italianopara esos menesteres)yo trato de hacer lo mismoo quizás mejor-dicho: lo contrarioen ves de destruir los lenguajes (ellos lo hicieron)(tratar de apuntar a) construir los lenguajes del futurofuerte abrazokk

ps1 la poesía concreta brasileñay la antipoesía chilena(ambas hijas espirituales del surrealismo y este del dadaísmo)también influyeron muchoen mi gustopor lo ultra-rupturista como métodopara renovar los idiomasque modestamente creoes lo que toda poesía debe hacer


***

Liber le-onze2 Wort über HBfalls Dir Hugo Ball gefällt von Paraguaymade-in-kanese aus

danke 4 die Einladungwenige Worte wenige Zeilendas habe ich gelernt vom Dadaismusder mir immer gefallen hat und sogar stärker einschlug als der SurrealismusPhänomen poetisches das veränderte die Qoordinaten des Tellurischen das Format der Dichtungwar eine vor allem französisch-deutsche Bewegungund weil ich beide Sprachenschlecht oder gar nicht beherrschehabe ich nur Übersätzungen gelesendas heißt dass auf michkönnte man sagen der Einfluss mehr konzeptuell war denn lautlichvon allenallen Dadaisten selbstverständlichwar der der mich am meisten beeindruckte Tristán Tzarâder Phonematismus von Ball (allem Anschein nach eignet sich das Deutsche mehr und besserals das Englische, das Französische, das Spanische oder das Italienischefür diese Notwendigkeiten) ich versuche dasselbe zu tunoder vielleicht besser-gesagt: das gegenteilanstatt die Sprachen zu zerstören (sie haben das getan) (versuchen darauf zu zielen) die Sprachen der Zukunftzu bildenfeste Umarmungkk

ps1 die brasilianische Konkrete Poesieund die chilenische Antipoesie (beide geistige Töchter des Surrealismus und dieser des Dadaismus) beeinflussten auch vielmeine Vorliebefür das ultra-brecherische als Methodedie Sprachen zu erneuernwas ich bescheidenerweise für das haltewas alle Dichtung tun muss

***

Kanese versucht, dasselbe zu tun. Ultrabruch = Spracherneuerung. Kanese liest meinen Zyklus (http://www.sibila.com.br/index.php/novos-autores/943-seis-poemas), reißt einen Text heraus (könnte auf deutsch ungefähr so lauten:  Abwesnheit : die / Artzusein / die mich ver- / folgt // verwobm / mit meim Lehbm // alter fliehengder / Teppich //) und transformiert ihn ungefragt: „traduktiôm al guarañol kanexiano“ (üwersættelung ins kanexische guarañol (= Guaraní&Español)).

***

4.Ausência :la
forma de ser
que me per-
sigue
 
entretejida
con mi vida
 
vieja alfombra
volátil

***

wird zu

***

4 (yrundy pô!)
nandí-verà:aikoíramoxe per-seguî(ramo)
ijetu’u tendidoxe bida-pe
pirï tuyàovevè

***

Und Kanese bittet mich darum, nun diesen Text wiederum zu übersetzen: »komo xerá en deutch-purete’etê?« (wiewärs in phættem deutsch?)

***

4 (für five!)
nullnadaniente: xeinebenmich ver-folge(flatterhaft)
sturbe harrt ma vie-à-tension
pferknüvt ersiees schütternd
shizo&immerhoppend

***



Secondary menu

KARAWA.NET ERSCHEINT EIN MAL IM JAHR / ISSN 2192-1954