# 003/ Leichte Geografie


Luna Guerra

Marcelo Silva

 

Luna Guerra und ihr Esel Gott

Ach wär mein Leben ein stiller See, mit einem Kirschbaum inmitten,
aber ich bin kein totes Gedicht, keine Postkarte aus Bangkok,
sondern eine Frau auf der Ruta 40, im dunklen Kasten eines Lasters.

Zu Fuß wollt ich bis an die Antarktis. Aber nein.
In San Juan habe ich mir einen Esel gekauft und ihn Gott genannt. Aber nein.
Mein größter Traum wars, ins Guiness zu kommen: »Luna Guerra:
die erste Frau, die die Anden entlang,
mit einem Esel, zu Fuß an den weißen Kontinent gelangt.«

Ich wollte diese verkommene Welt hinter mir und mich im Eis niederlassen.
Pinguine züchten, Wale reiten, Thunfische fischen. Aber nein.
Los caminos de la vida son muy dificiles de andarlos. [Omar Geles]
Und sehr hart war es nach Calingasta zu kommen, mein Esel und ich.
Zwei zähe Monate für 133 Km., 133!
133 Km, umsonst gelaufen, schlecht gelaufen.

Denn dort trank mein durstiger Esel Wasser aus einem Bewässerungskanal,
dann bäumte er sich auf, hustete, spuckte dreimal und starb.
Da fraß sich dann doch das Pech in mein Herz.

Luna Guerra, die als erste Frau zu Fuß die Antarktis erreichen sollte,
mit ihrem stillen und gedankenversunkenen Esel Gott,
dort blieb sie stehen, einsam und trostlos inmitten eines Salpeterfelds,
eine Wetterfahne, die zielverloren zeigt.

Dann sammelte mich dieser Kühlwagen auf, und hier bin ich,
in seinem dunkelen Kasten hin- und hergeschaukelt, auf der Ruta 40,
blind und erschöpft zwischen zwischen kaltem Fleisch und was weiß ich was,
im Traum ein stiller See mit einem Kirschbaum inmitten,
obwohl ich weiß, dass das nicht stimmt, und dass ich kaum eine Frau bin.

                                                                                             Ruta 40, 2003


 


 

 

Luna Guerras Unfall

In Mexiko ein pinkes Rad geklaut, es getuned mit Spiegelchen in
den Speichen, Weihnachtsleuchtketten, einem Blumentopf und
nem guten Ghettoblaster. Hinten nen Anhänger dran für meinen
Pappkoffer und einen Sack mit all den archäologischen Fundstücken
für das Luna-Guerra-Museum. Ich hatte zurückzukehren
beschlossen, aber ich wollte, dass meine Ankunft in Buenos Aires ein
wahrer Triumpheinzug werde. Und sollt ich auch fünf Jahre
brauchen, ich musste Südamerika auf meinem rosa Rad durchqueren und
mit einem Zick-Zack über die Panamericana einziehen. Die Sonne hätte
in jener Stadt innegehalten. Alle würden ihren Blick
an diesen Kometen heften, der »flitzende Lunita« hieße. Es wäre
die Apotheose der Phänomenologie meines Egos, die ich irgendwann
schreiben werde um darauf zu erlöschen, überglücklich,
im Bewusstsein dass die wahren Künstler in diesen Zeiten nicht
länger leben als eine Sekunde... Aber nein. Mein Plan ging nicht auf.
Das Debakel erfolgte fast unmittelbar. Ich bin nichtmal bis
Guatemala gekommen... Der Anhänger nämlich war schwerer als ich (fast das
Doppelte, glaub ich), was wirklich belastend war, wenn es
bergauf ging, und zugleich eine wahre Freude bei
der richtigen Neigung. Was für ein Feeling! Purer Schwindel! Die Füße
vom Pedal nehmen und sich eine Mexikanische Straße hinabstürzen,
mit 43°-Gefälle. Mit kritischer Geschwindigkeit zwischen Autos
und Lastern hindurch. Das könnt Ihr Euch nicht vorstellen! Ich musste sterben vor Lachen beim Gedanken, Buenos Aires ruck-zuck zu erreichen. Das
war gestern abend, sauschneller Abgang, der Ghettoblaster und die
Lichter spuckten Feuer, als etwas aus der Dunkelheit auftauchte und
ich ausweichen wollte und die Kontrolle verlor und am Rande des Abgrunds
landete... Jetzt lieg ich in diesem Krankenhaus, traure um mein Rad
und weil ich nun nicht, nichtmal flüchtig, die schwarze
Nacht von Buenos Aires erleuchten werde. Obendrein hat mich der Bulle der mir
die Aussage abnahm für verrückt erklärt. Da war ich dann doch auf
180 und schrie ihm ins Gesicht: Deine Mutter ist verrückt, Du
Arschloch. Und deshalb steh ich jetzt unter Arrest.

                                                     Zentralkrankenhaus Ciudad de Puebla, 2004

 

 


 

 

Ruhm der Luna Guerra

In Buenos Aires hatte ich einen Augenblick des Ruhms
der für mich eine Ewigkeit dauerte.
Eines Abends ging ich durch die Avenida Corrientes
und sang, zwischen den Zähnen hindurch, einen alten Bolero:
sin destino fijo, como el humo voy [Pedro Vega]
(weil ich immer singe was ich fühle
und an diesem Abend fühlte ich mich als Wolke)
als ich einen Mann anrempelte
der mich tief traf mit seinem Tiergeruch.

Stante pede sagt ich ihm: ich bin Luna Guerra und lud ihn auf nen Whisky ein.
Der Kerl antwortete, dass Dylan Thomas ein großer Dichter gewesen sei,
aus dem Krankenhaus entwischt um 18 Whiskys zu trinken,
dass ihm selbst aber Bier besser schmecke. [Edwin Madrid]
Ich, die ich nicht weiß noch mich drum kümmere wer Dylan Thomas ist
zögerte nicht eine Sekunde um mich der Liebe zu ergeben.

Wir setzten uns auf sein gelbes Motorrad und funkensprühend ging es los.
Ich an seineSchwanz geklammert wie ein Schiffsbrüchiger an eine Planke.
Eine Runde um den Obelisken und auf die Diagonal.
Dann Bolivar, Yrigoyen, Balcarce, Rivadavia und Bolívar.
Um die Plaza de Mayo mit orkanigen 220 herum:
vruuuuuuuuuuuuuuuuummmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
und verschwanden, ehe die Polizei blinzeln konnte.

In rasendem Tempo Brasil runter, bis Defensa.
Auf den Bürgersteig rauf, Parque Lezama geschnitten:
ein Park in Buenos Aires, in den ich gehen kann wenn ich dort war...
grasend, äsend... [Néstor Perlongher]
und wir wirbelten den kackmatschigen Flohmarkt in die Lüfte
der zurückblieb wie ein unvollendetes Gemälde von Bosch.

Das Motorrad war ein Höllenschlund als wir in Brown einbogen.
Ich presste meine Beine an das Fleisch meines Typens,
ließ mich gehen im schwindelnden Rausch der Geschwindigkeit,
fast tanzte ich in der Luft eine tobende Cumbia, ich sang
schrie, genoss, spritzte Lava, überschwemmte mit Lava
dies rasende Schiff: mein meteoritischer Liebeskreuzer.

Das Glück gibt es nur für ein tausendstel Bruchteil einer Sekunde
und im Bruchteil einer Sekunde waren wir auf der Avenida Mendoza
und von dort Richtung Caminito, wo wir über die Stände flogen
über bestürzte Touristen, die riefen my god, mio dio, mein gott,
mon dieu, mon dieu, la vie est là [Verlaine], die mich knipsen wollten, ohne Erfolg,
denn das Glück reist schneller als das Licht, und diesen Abend war ich glücklich.

Wir gingen mit Motorrad und allem ins Samovar de Rasputín, Straße Iberlucea.
Eine perfekte Bremsung und diese Szenerie brachten mir einen zweiten Orgasmus.
Zwischen Stöhnen und Bissen sagte ich »Ich liebe Dich«, der Applaus brach los.
Jetzt also doch: Luna Guerra nahm das Mikrophon und die Nacht explodierte.
Der blinde Pianist sagte m, 2, 3... und eröffnete ein fulminantes Tadi-tada-ti-ta.
Wie die Inkarnation von Ray Charles in »You are my sunshine«.

Als ich mich auszog stieg meine angebetete Schutzheilige auf die Bühne hinab:
Janis Joplin, und ich sang mit meiner Stimme, mit meinem Körper, mit meinem
One of these mornings/ You’re going to rise up singing                     [Geschlecht sang ich:
Then you’ll spread your wings/ And you’ll take to the sky. [Heyward & Gershwin]
Für eine Ewigkeit verlor ich mich in den Labyrinthen der Musik.
Mein Körper wurde Luft und meine Sinne barsten.
Als ich fühlte, dass die Musik in meine Füße schoss,
in meinem Kopf abprallte, aus meinem Mund floss und sich wie eine
zarte Hand oder süßer Rauch zwischen den Tischen ausbreitete:
meine Stimme berührte die Körper eines unsicheren Publikums:
streicheln oder plötzlich schlagen: in jede Pore rein:
im Anderen drin: andre Musik sein: im selben Moment:
also wusste ich, dass meine endlose Reise an ein Ende kam.

Ich stieg ab, umarmte und küsste meinen Superbiker.
Er lachte, hob mich hoch, warf mich in die Luft wie einen kleinen Ball,
hielt mich fest, setzte mich auf das Gefährt und fuhr los.
Die gelbe Maschine machte brummm, brummm
und fuhr langsam los. Mit 20 durch die Stadt:
La Boca, San Telmo, Montserrat, Congreso, Once, Abasto...

Ganz fancy, feierlustig war Buenos Aires.
Bunte Lichtlein, ramba-zamba, Tanz und Alkohol.
Der Himmel voll von leuchtenden roten Ballons, diesen die aufsteigen
weil der Rauch seine Seele ist und das Rampenlicht das Herz. [Fernando Vallejo]
Und ganauso ich, Luna Guerra, mit flammendem Herzen
und qualmender Seele, aus Liebe aufsteigend aufsteigend.

Das gelbe Gefährt, schwebend, durchkreuzt die Stadt.
Ich küsste, sanft und langsam, meinen Schlusshelden.
Ich log ihn an, tropfte ihm Geschichten mit gutem Ende ins Ohr.
Barcelona, Sahara, Mexico, Peru und eine Technicolorwelt,
all das dessen Wahrheit ich schreibe mit Feuer und Blut, lieber Leser: [Marcelo Silva]
ich schreibe auf dass mir innen die Saitın vom Herz nicht reißen. [Wilson Bueno]

                                                                                                    Buenos Aires, 2004

 

 


Los caminos de la vida son muy dificiles de andarlos: Des Lebens Wege sind sehr hart zu beschreiten.

sin destino fijo, como el humo voy: ohne festes Ziel, wie der Rauch beweg ich mich

Die Gedichte entstammen dem Band Luna Guerra, el suri porfiado ediciones, Buenos Aires 2010. 

Übersetzung: Léonce W. Lupette


 

Luna Guerra y su burro Dios

Quisiera que mi vida fuese un lago inmóvil, con un cerezo en medio,
pero no soy un poema muerto ni una postal de Bangkok,
sino una mujer bajando por la Ruta 40 en la caja oscura de un camión.

Pensaba llegar caminando a la Antártida. Pero no.
En San Juan compré un burro y lo llamé Dios. Pero no.
Mi sueño mayor era entrar en el Guiness: »Luna Guerra:
primera mujer en bajar por la cordillera de los Andes,
con un asno, y llegar caminando al continente blanco.«

Quería dejar este podrido mundo y afincarme en el hielo.
Criar pingüinos, montar ballenas, pescar atún. Pero no.
Los caminos de la vida son muy dificiles de andarlos. [Omar Geles]
Y muy dificil fue subir a Calingasta, mi burro y yo.
Dos duros meses nos llevó andar 133 kms., ¡133!
133 kms. para nada andados, para mal andadaos.

Es que allí mi burro sediento tomó agua de una acequia,
después se arqueó, tosió, escupió tres veces y murió.
Entonces sí que la desgracia me comió el corazón.

Luna Guerra, quien llegaría caminando a la Antártida
con su silencioso y pensativo burrito Dios,
allí quedó, sola y desconsolada en medio de un salitral,
como una veleta, haciendo dedo hacia cualquier lugar.

Después me levantó este camión de frío, y aquí voy,
bamboleándome en su caja oscura, por la Ruta 40,
ciega y agotada entre fiambres y no sé qué,
soñando que soy un lago inmóvil con un cerezo en medio,
aunque sé que no es verdad y que apenas soy una mujer.

                                                                   Ruta 40, 2003

 


 

 

Accidente de Luna Guerra

En México robé una bici rosa. Le puse espejitos en las
ruedas, lucesitas de árbol navideño, un canasto con flores y
un buen estéreo. Enganché atrás un carrito donde puse mi
valija de cartón y una bolsa con todos los hallazgos
arqueológicos para el Museo Luna Guerra. Había decidido
volver, pero quería que mi llegada a Buenos Aires se diera
como una verdadera entrada triunfal. Aunque demorase
cinco años, debía cruzar Sudamérica en mi bici rosa y entrar
haciendo zig-zag por Panamericana. El sol se hubiera
detenido en aquella ciudad. Todos quedarían con los ojos
fijos en ese cometa que llamarían »lunita veloz«. Sería la
apoteosis de la fenomenología de mi ego, que algún día
escribiré para después extinguirme, feliz de la vida,
consciente de que en estos tiempos los verdaderos artistas no
perviven más que un segundo... Pero no. Mi plan no resultó.
La debacle fue casi inmediata. Ni siquiera llegué a
Guatemala... Es que el carrito pesaba más que yo (casi como
el doble, creo), cosa realmente agobiadora cuando se trataba
de ascender, aunque con pendiente favorable era una
verdadera alegría. ¡Qué emoción! ¡Puro vértigo! Levantar los
pies de los pedales y largarse con todo por una ruta mexicana
de pendiente 43°. Entrar a pasar autos y camiones a una
velocidad difícil. ¡Ni se imaginan! Me moría de risa
pensando que así llegaría a Buenos Aires en un pedo... En
eso venía anoche, bajando a toda puta, con el estéreo y las
luces echando fuego, cuando algo surgió de la oscuridad y lo
quise esquivar y perdí el control y terminé colgada al borde
del abismo... Ahora estoy en este hospital, triste por mi bici
y porque ya no iluminaré, aunque sea fugázmente, la negra
noche de Buenos Aires... Para colmo, el milico que me
tomaba declaraciones me acusó de loca. Ahí sí que me hirvió
la sangre y a la cara le arrojé: más loca será tu madre, hijo de
puta. Y por eso estoy bajo arresto.

                                         Hospital Central Ciudad de Puebla, 2004

 


 

 

Gloria de Luna Guerra

En Buenos Aires tuve un momento de gloria
que para mí fue una eternidad.
Una noche iba por Av. Corrientes
cantando entre dientes un bolero antiguo:
sin destino fijo, como el humo voy [Pedro Vega]
(porque siempre canto lo que siento
y esa noche me sentía una nube)
cuando tropecé con un hombre
que me dio en el alma con su olor animal.

Ahí nomás le dije: soy Luna Guerra y le invité un güísqui.
El tipo respondió que Dylan Thomas fue un gran poeta
que se escapó de la clínica para tomar 18 güísquis
pero que a él le guastaba la cerveza. [Edwin Madrid]
Yo, que no sé ni me importa quién es Dylan Thomas,
ni un segundo vacilé para entregarme al amor.

Subimos a su moto amarilla y salimos echando fuego.
Yo agarrada a su verga como náufrago a un maderón.
Dimos una vuelta al obelisco y entramos por Diagonal.
Hicimos Bolívar, Yrigoyen, Balcarce, Rivadavia y Bolívar.
Rodeamos Plaza de Mayo a 220, como un huracán:
bruuuuuuuuuuuuuuuuummmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
y desaparecimos antes que la policía pudiese pestañar.

Bajamos por Brasil a toda máquina, hasta Defensa.
Trepamos a la vereda, cortamos Parque Lezama:
un parque de Buenos Aires, donde vaya si anduve...
pastoreando, ramoneando... [Néstor Perlongher]
y levantamos por los aires la mierdobarrosa feria
que atrás quedó, como un inconcluso cuadro de Bosch.

La moto era la boca del infierno cuando tomamos Brown.
Yo apretaba mis piernas a las carnes de mi chongo,
me dejaba ir en los vahídos vertiginosos de la velocidad,
casi danzaba en el aire una cumbia rabiosa, cantaba
gritaba, gozaba, chorreaba lava, riadas de lava
en esa nave veloz: mi meteórico cruzero del amor.

La felicidad sólo existe en una milésima fracción de segundo
y una fracción de segundo tardamos en llegar a Av. Mendoza
y de allí a Caminito, donde volamos por encima de las mesas
sobre turistas atónitos que exclamaron my god, mio dio, mein gott,
mon dieu, mon dieu, la vie est là [Verlaine], y quisieron fotografiarme, sin éxito,
pues la felicidad viaja más rápido que la luz, y esa noche fui feliz.

Entramos con moto y todo al Samovar de Rasputín, en Iberlucea.
Una frenada perfecta junto al escenario me provocó otro orgasmo.
Entre gemidos y mordiscos dije »te amo«, y brotaron los aplausos.
Entonces sí, Luna Guerra agarró el micrófono y la noche estalló.
El pianista ciego dijo m, 2, 3... e inició un fascinante tarí-tará-tí-ta.
Parecía la encarnación de Ray Charles en »You are my sunshine«.

Cuando me desnudé, bajó al escenario mi santa patrona adorada:
Janis Joplin, y canté con mi voz, con mi cuerpo, con mi sexo canté:
One of these mornings/ You’re going to rise up singing
Then you’ll spread your wings/ And you’ll take to the sky. [Heyward & Gershwin]
Me perdí por una eternidad en los laberintos de la música.
Mi cuerpo se hizo aire y mi mente estalló.
Después de sentir que la música entraba por mis pies,
rebotaba en mi cráneo, salía por mi boca y se extendía
como mano tierna o dulce humo entre las mesas:
mi voz tocando los cuerpos de un público incierto:
acariciar o golpear bruscamente: entrar por cada poro:
dentro del otro: ser otra música: en el mismo instante:
entonces supe que mi viaje sin fin llegaba al final.

Descendí, abracé y besé a mi supermotoquero.
Él se rió, me alzó, me lanzó al aire como una pelotita,
me atajó, me sentó en la nave y arrancó.
La maquinaria amarilla hizo brummm, brummm
y despacito salió. A 20 fuimos recorriendo la ciudad:
La Boca, San Telmo, Montserrat, Congreso, Once, Abasto...

Toda enfeitada, enfiestada que estaba Buenos Aires.
Lucitas coloridas, chumbi-chumbi, baile y alcohol.
El cielo repleto de encendidos globos rojos, de esos que suben
porque el humo es su alma y la candileja el corazón. [Fernando Vallejo]
Y así mismo yo, Luna Guerra, con el corazón en llamas
y el alma humeante, subiendo subiendo por amor.

La nava amarilla, flotando, atravesaba la ciudad.
Yo besaba suavecito, despacito a mi héroe final.
Le mentía, escurría al oído historias con desenlace feliz.
Barcelona, Sahara, México, Perú y un mundo tecnicolor,
todo esto cuya verdad escribo a sangre y fuego, querido lector: [Marcelo Silva]
escribo para que no me rompan dentro las cordas del corazón. [Wilson Bueno]

                                                                                               Buenos Aires, 2004



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KARAWA.NET ERSCHEINT EIN MAL IM JAHR / ISSN 2192-1954