Ausweißen, Einschreiben

Mehr als 150 Jahre nach der Veröffentlichung der Sonnets from the Portuguese beginnen Christian Hawkey und ich eine doppelte Zusammenarbeit an der zweisprachigen Inselausgabe der Sonette aus dem Portugiesischen, die jetzt Sonne From Ort heißt. Im Titel verschmelzen Capri, Rilke und die beiden Ausgangssprachen, selbst Elizabeths London ist im Echo der Os noch enthalten. – Von Uljana Wolf


Stupor mundi

»Oben wittern von Gottes Gnaden, Nashörner, Hechte … / Es muss ein Zittern gewesen sein unter den Knechten / wenn der Kaiser urplötzlich seinen Besuch angesagt. /Es muss etwas notiert worden sein mit zitternder Hand« – Von Jan Kuhlbrodt


gadji beri bimba - Hugo Balls Sprachenwunder

»Ein Déjà-vu in die Kindheit, verstanden als Folge des lautpoetischen Sprechens, scheint den Charakter und die Funktion der Lautgedichte Balls, über ihre dadaistische Tonspur hinaus, in einen mit ihrer Praxis verbundenen, rituellen Bereich zu versetzen.« Ein Essay von Norbert Lange.


»Indem man Dada sagt« – mit Hugo Ball auf dem sich entziehenden Grat zwischen Welt und Sprache

»Ball meets Wittgenstein – da stehen das Unsagbares, der Unsinn und die Mystik zur Verhandlung. Doch der Mensch-Maschine-Sampler kann übers Lautgedicht schnell ins Priestertum umkippen.« Essay von Johann Reißer.


Eine Ästhetik sinnlicher Assoziationen

»Sieht man die beiden Arbeitsstrategien der Écriture automatique und der Collage als entscheidende Kriterien für den Surrealismus an, so lassen sich beide unschwer an den Baley-Gedichten erkennen.« Eckhard Faul über die poetische Kollaboration von Hans Leybold und Hugo Ball.



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KARAWA.NET ERSCHEINT ZWEIMAL JÄHRLICH / ISSN 2192-1954


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