»Käpt’n, das Cockpit brennt.«

»Draußen war die Geschwindigkeit wahr / aber drinnen brannte das Cockpit« - Die Hydrogenmafia - Science-Fiction-Gedichte von A. Salcedo.


Ich enzieh mich dem, Käptn

Henry / Mr Bones, und manch andere Figur in legendären Dialogen: »Bist
Du radioaktiv, Mann?« »Mann, radioaktiv.« - Drei Dream Songs von John Berryman, übersetzt  und mit einer kurzen Notiz versehen von Léonce W. Lupette.


Was Neues, was Altes und was Blaues

»was ich nicht auszusprechen weiß / nehme ich trotzdem in den Mund.« - Drei Gedichte von Georg Leß.


ÄsthetIn Kuhlnis

»ÄsthetIn Kuhlnis verlässt Terrasse um Terrasse, und hält erst mitten aufm Meer neben Captain Morgensterns Üboot inne (innen). Ein Jahreskontext der Genitivmetwaffe zur Eindämmung postmoderner Albernheit süffisanten Lehms.« Zusammengestellt von Konstantin Ames und präsentiert von Norbert Lange.


Emoticons kommentieren die Partie

»Emoticons kommentieren die Partie / verwischen nach jedem Wort /
all jenes was wir nicht sagen sollen / außer gut flankiert von irgendeiner Geste / die höchstens zufällig zu Kühnheit führt« Ein Gedicht von María Eugenia Ayala.


Drei Monate ohne Regel wie die drei roten Ampeln

»Sie erwartet ein Kind, wie man um fünf Uhr morgens  / auf den Bus wartet. Ein Kind / das tödlich verunglücken wird wie Marco Antonio Vidal Parraguez, / von dessen Tod wir erst drei Wochen später erfahren werden.« Drei Gedichte von Enrique Winter.


Model City

»Als schaute man sich die Gesichter dieser Skelette an und fragte sich warum Totenköpfe immer so grinsen, worüber sie dauernd was zu grinsen haben und dann zu begreifen: Wir grinsen alle immer so, unter unseren Gesichtern.« Die Stadt als Muster. Die Cluster der Stadt: Donna Stoneciphers »Model City«.   


Green Wood

»Hier gibt’s einen Gott!« / In Walderdbeeren, die sich in Disteln winden, / In Ahornbäumchen, einem Leichentuch auf Lehm, / In Kastanien- und Kirschblüten oberhalb der Baumgrenze« - Drei Gedichte des Kanadiers Bryan Sentes.


in unseren theoretischen Behausungen

»Wir sprechen von hier aus / in unseren theoretischen Behausungen / auferlegte Laboratorien der Strenge.« – Frances Kruk, übersetzt von Swantje Lichtenstein


ästhetische praxis

»ist dauerhafte brustwarzenentfern / ungh garantiert schmerzfrei / bei 100% kundenzufriedenheit« – Gedichte von Dennis Büscher-Ulbrich


Es gab eine Tür in ein anderes fernes Land

»Es kann sein dass es sich um eine Fälschung handelt / Es kann sein dass der Autor tot war als er das schrieb / Es kann sein dass diese wunderschönen zarten Zeilen gelogen sind« – Gedichte von Volker Sielaff.


PRINCIPES MORTALES – REM PUBLICAM AETERNAM

»ruß der kaschemmen am sonnenglanz, kein grund / sich zu verstecken, räudiger wolf im wolfspelz, / verkappter schmeichler, schmutziges stiefelchen im gesicht« – Gedichte von Tom Bresemann


Mein Selbst sing’ ich

»Ich! sagt er, Hand auf der Brust. / Eigentlich: dem Hemd. / Und dort, eventuell, / Worum es geht.« – Gedichte von George Oppen.


Falsche Steppe

»Aber – aber warum rede ich als wäre ich in Russland / wo ich doch in einer falschen Steppe lebe? / Mit einem Wald im Geist. Wo Gebäude sind sehe ich Bäume.« – Ein Langgedicht von Paz Levinson


Algerische Weise

»Ach könnt ich einer dieser Geckos / sein, mal starr wie ein Toter, / mal mit einem Meter pro / Sekunde die Wand hinauf« – Texte von Timo Berger


Der Baum

»Ich warf einen Stein auf den Baum; / Mein Stein fiel nicht herunter« – Gedichte des türkischen Dichters Orhan Veli.


die rache des dicken chinesen

»Go to where the tümpel is / wo wir seerosenblätter von unten sehen / und uns im schlamm wälzen« – Gedichte von Benedikt Wahner


Donauwürfel: Zwölfter Würfel

Zehn Silben mal zehn Zeilen sind ein Donauquadrat, zehn Quadrate ein Würfel; mit siebenundzwanzig Würfeln wird in Zsuzsanna Gahses Donauwürfel vom Fluss, vom Wasser selbst, von der Vergangenheit der Donau und von ihrer Umgebung erzählt.


»Aus: sTiL.e(ins) Art und Weltwaisen

»Ueber Tom Stil schrieb ich früher gerne Balladen / Tom Stil war ein Flo mit scharfem S / Tom Stil ist keiner, dessen Namen man freudig-falsch / Prononciert« – Von Konstantin Ames.



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KARAWA.NET ERSCHEINT ZWEIMAL JÄHRLICH / ISSN 2192-1954


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