Daktylogramm

Texte mit dem Fingerabdruckalphabet von Cristian Forte, nebst Materialien zur Geschichte des Fingerabdrucks.

alfabeto dactilar


Der frischeste Tote

»ist nicht grenze / ist narbe die sich öffnet / die linie die von den toten die lebenden trennt« - Drei Zombie-Gedichte von Lucio Greco.


Emoticons kommentieren die Partie

»Emoticons kommentieren die Partie / verwischen nach jedem Wort /
all jenes was wir nicht sagen sollen / außer gut flankiert von irgendeiner Geste / die höchstens zufällig zu Kühnheit führt« Ein Gedicht von María Eugenia Ayala.


A BRASILEIRA

Zé do Rocks Beitrag zur Völkerverständigung und ewigem Frieden zwischen Brasilien und der BRD; mit einer unerwarteten Schlusspointe.


Es geht nicht um den Körper

»Es geht nicht direkt um den körper / Es geht nicht um ihn noch um seine / gewohnheit / diener zu sein oder werkzeug / des denkens und der willensäußerung« Ein Gedicht von Montserrat Álvarez.


DIE SPRACHTERRORIST_INNEN

»Dann wären noch da die wortschaz-verbote.« - Ein Essay in wunschdeutsch, ultradoitsh-S, ultradoitsh-U und kaudadeutsh von Zé do Rock klärt über die Vorteile der Gründe für ihre Missachtung auf.


Drei Monate ohne Regel wie die drei roten Ampeln

»Sie erwartet ein Kind, wie man um fünf Uhr morgens  / auf den Bus wartet. Ein Kind / das tödlich verunglücken wird wie Marco Antonio Vidal Parraguez, / von dessen Tod wir erst drei Wochen später erfahren werden.« Drei Gedichte von Enrique Winter.


Luna Guerra

»Luna Guerra, die als erste Frau zu Fuß die Antarktis erreichen sollte, / mit ihrem stillen und gedankenversunkenen Esel Gott, / dort blieb sie stehen, einsam und trostlos inmitten eines Salpeterfelds« – Gedichte von Marcelo Silva.


Falsche Steppe

»Aber – aber warum rede ich als wäre ich in Russland / wo ich doch in einer falschen Steppe lebe? / Mit einem Wald im Geist. Wo Gebäude sind sehe ich Bäume.« – Ein Langgedicht von Paz Levinson


Die Komplizenschaft der Tiere

Eine Landschaft der Erinnerung, deren Fauna tief in die Geschichte Chiles verstrickt ist. Ein Holzschnitt von Israel Encina.


Das fürchterliche Qretch

»Unsre Branette ist zum Rumspacken. / Durch diese Glattsteinwüste führt sie uns. / Wir gleiten durch das Qretsch. wir lieben / unsern Staub, das Chaos des Staubs.« – Gedichte von Daniel Durand nach Moebius’ Welten.


Julio Cortázar und die Versuchung des Zauberwürfels (Julio Cortázar y la tentación del cubo)

»Cortázar: Spiele, Passagen, Versetzungen, Werke zum Zusammensetzen. Man beschuldige niemanden, wenn es sich als so einfach erweist, eine Brücke zwischen beiden Teilen zu spannen: der Zauberwürfel als wirksames Symbol zur Veranschaulichung der Verfahrensweisen des Cortázarschen Erzählens.« Bemerkungen von Diana Albornoz.


Ziegeleijochrollen erloschen (ceguera y ojo del negocio)

Auf der Suche nach Synästhetischen Abgründen findet Daniel Durand heraus, dass in Oehler Ludwig Lilienthal Show innerlich harmlos ihr Unterhändler geht, voll genetischer Musik ihres Mutter Tempo. Eine Analogieideologie und die story von Druck und Zuordnung


Kanese eines Textes

Der paraguayische Lyriker Jorge Kanese äußert sich in einem Brief über
Nähe und Unterschiede seines Schreibens zum Dadaismus und transformiert
ein Gedicht von Léonce W. Lupette.


szaga szaga sin taxxis

Alan Courtis, bonaerenser Klangkünstler, und Léonce W. Lupette
collagieren und zersetzen nach bester ballistischer Manier Texte von Ball.



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KARAWA.NET ERSCHEINT ZWEIMAL JÄHRLICH / ISSN 2192-1954


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