Ey Phoebus

»Mainil um Nut; Stirntosen. Indes hallt es, dein Lied, / die Zeile Frost in meinen Riemen, manch Trieb / hisste Konen, Fiebergesichte.« – Drei Anagramme von Dagmara Kraus mit Bezügen zu Sibylla Schwartz, Stefan George und Christine Lavant. 


Georgische Teppiche

Stefan Georges Gedicht »Der Teppich« erschien im Jahr 1900. Mit seiner Appropriation erbringt Tobias Amslinger endlich »den Nachweis, dass George die Experimente der Bauhaus-Werkstatt 'Weberei' bereits vorweggenommen hat.« (Gregor Gumpert)


Schreibmaschinen

»Die Gegenwartslyrik reagiert auf das Computer- und Internetzeitalter. Texte, die im Internet, aber auch in Büchern erscheinen, haben eine wenn auch oft unwillkürliche Auseinandersetzung mit dem neuen Medium geführt.« Ein Essay von Bertram Reinecke.


Mitten in den Anfangsjahren der Lyrotronik

»Im Sommer vergangenen Jahres schloß sich ein rund zwanzigjähriger Kreis, als ich erstmals die sogenannten soundBlox des Bonner Animax Multimediatheaters auf ihre Tauglichkeit für lyrotronische Prozesse testen durfte.« Ein Bericht von Stan Lafleur.


Benutzer-Rückkopplungs-Schleife-Gedicht

»Es pulsiert etwas in den Schleifen des Gedichts : und lässt das Denken in die Sprache finden, ohne es dort einzusperren, so dass es überspringen kann : und lässt Ideen den ausbuchstabierten Boden unter den Füßen verlieren, sie Unerwartetem auszuliefern« : Text und Video von Johann Reißer.

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Graphoem

Pac-Man, Frankenstein, Ronald Reagan, die Dinoriders und Hubba Bubba werden, geflankt von Videos und in Graphen gesetzt, zu ganz anderen Erzählungen, so witzig wie gebrochen. Ein interaktives Computergedicht zum Spielenlesen von Jason Nelson.


GALASAND®

Märchen und Spiele ermöglichen Kindern und Erwachsenen das Eintauchen in eine Welt, die anders ist als die Alltagswelt. GALASAND® ist ein Märchen zum Spielen von Mara Genschel.


weder nebulae – ein paar reben?

»diese stücke hier keimten aus freien stücken im nachtschatten: nebelstücken nicht ungleich.« Ein typographisches Ausspielen von Entroutine und Chance gegen den Strich. Von Holger Steinmann.


Database

»... ein besetztzeichen stare nein starre ursonaten auf dem erdseil replikatoren im uncanny valley ...« – Gedichte von Simone Kornappel.


RUBE-GOLDBERG-CUBE

»im mer nur tei le ver keh re n ‹AND› asso zja zo nen ein flie gen ‹AND› in tel li genz I A ‹AND› wahr heit swert e un ter streng en a syl at mo sphae ren zuschrei ben« Eine Textmatrix von Philip Maroldt.


Die Liebe zur Anarchie

»Seine Neigung zur intellektuellen Ketzerei war unbezähmbar, sein rebellischer Eigensinn stets größer als die Fähigkeit zum wohltemperierten Kompromiss«. Michael Braun über Hugo Ball und Bakunin.


Vom absoluten Un-Sinn zum absoluten Sinn

Um 1920 wandte sich Hugo Ball verstärkt dem Katholizismus zu. Was steckt hinter der Rückkehr zum Glauben seiner Kindheit? Wie konnte der Dadaist und Wort-Zertrümmerer zur Akzeptanz des starren katholischen Wort-Sinns gelangen? Ein Mailwechsel zwischen Tobias Amslinger und Marcus Roloff.


Experimentelle Analyse der Etikette im Briefverkehr des Hugo Ball

»Eine junge Schriftstellerin wie ich, fast ein wenig ehrfürchtig vor der ›großen Literatur‹ aber dennoch voller Feuer fürs Lesen stößt auf Ihre ›Polonaise‹ und verbrennt sich das Herz.« Von Mara Genschel.


gadji beri bimba - Hugo Balls Sprachenwunder

»Ein Déjà-vu in die Kindheit, verstanden als Folge des lautpoetischen Sprechens, scheint den Charakter und die Funktion der Lautgedichte Balls, über ihre dadaistische Tonspur hinaus, in einen mit ihrer Praxis verbundenen, rituellen Bereich zu versetzen.« Ein Essay von Norbert Lange.


Sind Sie bereut zu reden?

»faulgnacht fümpes Mäbihn / HA –– a / [tiefes mündliches Einatmen] / Hüpw hüpw hüpw / [tiefes schriftliches Einatmen] / gnachellahmes huhnd / Kelätt. Let’s käck / dackelblut? pumm«. Von Konstantin Ames.


»Ich kann in der Luft schreiben« – Gespräch mit Valeri Scherstjanoi

Der Lautpoet Valeri Scherstjanoi spricht mit karawa.net über Hugo Ball und seine russische Übersetzung von »Karawane«, über die mystisch-religiösen Hintergründe der Lautpoesie, und darüber, wie das alles mit dem Futurismus und seiner eigenen Kunst zusammenhängt.


»Indem man Dada sagt« – mit Hugo Ball auf dem sich entziehenden Grat zwischen Welt und Sprache

»Ball meets Wittgenstein – da stehen das Unsagbares, der Unsinn und die Mystik zur Verhandlung. Doch der Mensch-Maschine-Sampler kann übers Lautgedicht schnell ins Priestertum umkippen.« Essay von Johann Reißer.


das haben Sie gewaltet / eine verhornung

»sehn wächsern aus, buchstabenkönig. scheinen erstarrt zu sein. / zerronnen erst und dann erstarrt zu erz, alleszerschwätzer. / Sie haften im raum, starrer schläfer. halten Sie die fleppen blank!« Von Urs Allemann.


Eine Ästhetik sinnlicher Assoziationen

»Sieht man die beiden Arbeitsstrategien der Écriture automatique und der Collage als entscheidende Kriterien für den Surrealismus an, so lassen sich beide unschwer an den Baley-Gedichten erkennen.« Eckhard Faul über die poetische Kollaboration von Hans Leybold und Hugo Ball.


Kanese eines Textes

Der paraguayische Lyriker Jorge Kanese äußert sich in einem Brief über
Nähe und Unterschiede seines Schreibens zum Dadaismus und transformiert
ein Gedicht von Léonce W. Lupette.



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KARAWA.NET ERSCHEINT EIN MAL IM JAHR / ISSN 2192-1954


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